Vielseitig informieren für Neugierige

Lieber Leser,

vermutlich sind Sie hier, weil Ihnen jemand diesen Link geschickt hat, der der Meinung ist, dass Sie sich bisher zu einseitig informieren. Aber das ist natürlich völlig ausgeschlossen! Denn Sie lesen schließlich täglich die Zeitung, schauen jeden Abend die Tagesschau oder das Heute-Journal und sehen ab und an auch mal online beim Spiegel oder der FAZ vorbei. Die volle Breite der seriösesten aller Medien! Was soll daran einseitig sein? Und für all diese Aluhut-Schwurbler und Freunde der YouTube-Academy kann man sowieso nur Mitleid übrig haben!

Es gibt also keinerlei Grund, sich auch einmal andere Medien anzusehen, oder? Immerhin erklären 37% der Bundesbürger in einer Infratest-Umfrage, dass ihr Vertrauen in die Medien in den letzten Jahren gesunken ist, und ebenso viele sagen, dass Lügen in den etablierten Medien „häufig“ vorkommen würden. 42% glauben, dass es politische Vorgaben für die Berichterstattung gäbe. Große Vorbehalte gegenüber den etablierten Medien sind also durchaus verbreitet.

Das Geschäft des Journalisten in New York ist es, die Wahrheit zu verdrehen, unverblümt zu lügen, sie zu pervertieren, zu schmähen, zu Füßen des Mammon zu katzbuckeln und das eigene Land und Volk für sein tägliches Brot zu verkaufen, oder, was dasselbe ist, für sein Gehalt. Ihr wisst es und ich weiß es; … Wir sind Werkzeuge und Dienstleute reicher Männer hinter der Bühne.

John Swinton, NYT, 1880

Lohnt es sich vielleicht doch einmal, einen Blick darauf zu werfen, welche anderen Informationsquellen zur Verfügung stehen? Sind diese verlässlicher? Und von wem werden sie geschrieben?

Ironischer Weise werden wohl die meisten alternativen Medien von Aussteigern aus dem üblichen Medienkanon betrieben. Wichtige Köpfe der alternativen Medienszene wie Roland Tichy, Boris Reitschuster oder Henryk M. Broder haben über lange Jahre bei etablierten Zeitschriften wie dem Spiegel, der Zeit, dem Focus oder der Wirtschaftswoche gearbeitet und ihr Handwerk solide erlernt. Von ihren bisherigen Verlagshäusern haben sie sich weitgehend aus dem gleichen Grund verabschiedet: Sie stießen mit kritischen Berichten regelmäßig auf Widerstand innerhalb ihrer Redaktionen.

Auf ihren eigenen Online-Publikationen können diese Journalisten nun ohne Nachkorrektur des Chefredakteurs nach eigenem Ermessen berichten. Schlechter wird ihre Arbeit dadurch sicher nicht, sondern vielfältiger und authentischer. Als freie Journalisten sind sie nicht mehr dem Diktat von Agenturmeldungen, Anzeigenkunden, staatlicher Alimentierung und Großspenden unterworfen, sondern finanzieren sich unmittelbar durch Spenden oder Mitgliedsbeiträge der Leser. Für die Neutralität der Berichterstattung ist das ein dickes Plus!

Ohne weitere lobpreisende Worte möchte ich Sie einladen, sich eine eigene Meinung zu bilden, und selbst einen Blick auf den zeitgenössischen freien Journalismus zu werfen! Hier eine kleine Auswahl meiner bevorzugten freien Journalisten:

  • reitschuster.de: Die besten Berichte aus dem Politgeschehen in Berlin
  • Rubikon: Magazin mit überwiegend Hintergrundartikeln und breitem Autorenspektrum
  • KenFM: Leider oft diskreditiert, mit breitem Spektrum an Formaten, insbesondere exzellente, teils mehrstündige Interviews
  • multipolar: Exzellente Hintergrundartikel und Recherchen
  • Tichys Einblick: Liberal-Konservatives Magazin, die bessere FAZ
  • Epoch Times: Online-Nachrichten aus der ganzen Welt

Einen umfassenden Überblick über die gesamte alternative Medienszene finden Sie bei e4m, der dort auch immer wieder aktualisiert wird. Mit rund hundert verschiedenen Seiten aus allen Ecken des politischen Spektrums öffnet sich dort ein ganz eigener Nachrichtenkosmos.

Die meisten Webseiten bieten einen RSS Newsfeed und oft auch einen eigenen Kanal in Telegram (insbesondere die neuen Ordner sind hier sehr praktisch). Am Handy oder Tablet kann man sich seine persönliche Dosis Nachrichten so mundgerecht zusammenstellen. Der Bequemlichkeit halber, für Telegramnutzer hier noch eine Liste mit direkten Links zu den jeweiligen Kanälen:

Speziell für den Themenkomplex Corona empfehlen sich noch folgende Kanäle als Einstieg:

Übersicht alternative Telegram-Kanäle